Gestaltung von Gemeinschaft und Beziehungen

Gestaltung von Gemeinschaft und Beziehungen

Menschliches Zusammenleben erfordert die Bereitschaft, selbst einen Beitrag zu dessen Gelingen zu leisten, sich in Bedürfnisse anderer hineinzuversetzen, Vereinbarungen für das Zusammenleben zu respektieren und auch weiterzuentwickeln. Die eigene Entfaltungsfreiheit und die Orientierung an den Rechten anderer sind eng miteinander verbunden.

In Beziehungen zu anderen Kindern und zu Erwachsenen entwickelt das einzelne Kind Bindungs- und Beziehungsfähigkeit sowie notwendige soziale Kompetenzen. Hier lernt es Grundlagen für ein menschenwürdiges Miteinander.

Die Kindertagesstätte bietet dem Kind einen erweiterten Erfahrungs- und Lebensraum zur Gestaltung von Beziehungen unterschiedlicher Verbindlichkeit. Hierbei ist die Achtung vor der unantastbaren Würde eines jeden Menschen von besonderer Bedeutung. Unabhängig von Leistung, Nation, Herkunft, Geschlecht und Religion haben Kinder ein Recht auf Freiheit, persönliche Entfaltung und Selbstständigkeit. Die bestehende Vielfalt erfahren Kinder als Bereicherung. So werden Toleranz und Respekt im täglichen Umgang in der Kindertagesstätte erlebbar.

(Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz 1. Auflage 2014, S. 67 – 68; Gestaltung von Gemeinschaft und Beziehungen)

 

Die Kinder erhalten bei uns die Möglichkeit,

  1. ihre eigene Individualität zu achten.

  2. eigene Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern.

  3. für sich selbst einzustehen.

  4. eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und zu akzeptieren.

  5. sich in den anderen hineinzuversetzen

  6. Freundschaften zu knüpfen

  7. Regeln zu hinterfragen und auszuhandeln

  8. Grenzen zu akzeptieren

  9. persönliche, soziale und kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und damit akzeptierend umzugehen.

  10. erste Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.

  11. eigene Konflikte selbstständig zu lösen.

  12. Demokratie im Sinne eines wechselseitigen Austauschs von Meinungen zu erfahren.

  13. sich in Rahmen der Kinderkonferenz an der Gestaltung ihres Alltages in der Kindertagesstätte zu beteiligen.

  14. äußere Umgangsformen zu erfahren und zu pflegen, die Ausdruck der Wertschätzung von Personen sind.

 

Dies geschieht mit dem Ziel,

das Selbstbewusstsein von Kindern und die Wertschätzung anderer zu stärken. Durch die Chance, im Alltag der Kindertagesstätte eigenständig und selbstverantwortlich zu agieren, erwerben Kinder die für ein verantwortliches soziales Zusammenleben notwendige Handlungskompetenz. Kinder erlernen so die Grundlagen demokratischen Handelns.

(Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz 1. Auflage 2014, Auszug S. 69)

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