Religiöse Bildung

Religiöse Bildung

Kinder sind Fragende:

Sie stellen ungeniert Grundfragen des Lebens nach dem „Warum“ und „Wozu“.

Sie staunen über das, was sie wahrnehmen, und wollen wissen, wie alles anfängt und endet. Kinder sind tief bewegt von allem Lebendigen und zugleich von der Frage nach Sterben und Tod. Sie fragen nachhaltig nach, wer sie sind und sein dürfen.

Kinder sind Suchende:

Sie wollen den Rätseln, die sich ihnen auftun, auf den Grund gehen. Sie schaffen sich ihr eigenes Bild von der Welt, bilden Theorien und entwickeln gleichsam auch eine eigene Theologie. Die Frage nach Gott ist für sie in diesem Sinne eine zentrale Lebensfrage.

Kinder machen eigene Erfahrungen:

Sie sind angewiesen auf vertrauensbildende Grunderfahrungen, die sie ein Leben lang tragen. Sie erleben in ihrem Alltag Verstehen und Verstanden werden, Angst und Geborgensein, Gelingen und Scheitern, Bindung und Autonomie, Mut und Hoffnung.

Kinder setzen sich mit den Grunderfahrungen auseinander und brauchen eine Sprache, um diese für sich positiv zu verarbeiten.

Ebenso bringen Kinder religiöse Erfahrungen aus dem Miterlebten von Gemeinschaft, Festen, Ritualen und der Begegnung mit Zeichen und Symbolen mit. Eigenes und Fremdes wollen sie erschließen.

Kinder brauchen Hoffnung:

Hoffnung wird nicht gelehrt oder anerzogen. Sie entsteht, sie entzündet sich an gelingendem Leben und kann wachsen und gedeihen. Aber: Wer Hoffnung hat, findet Kraft das Leben zu gestalten und ist offen für Träume, Ideen und überraschende Erfahrungen.

Kinder gestalten Ihr Zusammenleben:

Sie entwickeln ein Bild von sich selbst und den anderen. Sie erleben sich in der Beziehung zu anderen Kindern und Erwachsenen. Sie erfahren Möglichkeiten und Grenzen mit Anderen gemeinsam zu handeln, Konflikte auszutragen und zu bewältigen.

(Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz 1. Auflage 2014, S. 63 – 64; Religiöse Bildung)

 

Die Kinder erhalten bei uns die Möglichkeit,

  1. vertraut zu werden mit Ritualen, Symbolen, gestalteten Tageszeiten, Gebeten und Liedern.

  2. das Kirchenjahr mit seinen Festen und Feiern aktiv mitzugestalten.

  3. grundlegende biblische Geschichten kennen zu lernen und mit ihnen und deren Bedeutung vertraut zu werden.

  4. Welt und Umwelt als Schöpfung Gottes zu begegnen und Grundformen des Gestaltens und Bewahrens wahr zu nehmen.

  5. Regeln zu finden für ein gelingendes Zusammenleben.

  6. sich selbst und andere Kinder als Geschöpfe Gottes zu erleben und trotz Unterschiedlichkeit als zusammen gehörig zu entdecken.

Dies geschieht mit dem Ziel,

Kinder für ihre religiösen Fragen zu sensibilisieren und diesen Raum zugeben, mit ihnen nach Antworten zu suchen, sie zu befähigen, ihre Lebenswelt und einbindende Kultur zu begreifen, Erfahrungen und gewonnene Einsichten einzuordnen sowie Grunderfahrungen des Gehaltenwerdens zu ermöglichen.

(Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz 1. Auflage 2014, Auszug aus S. 67))

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