Eingewöhnung im Kindergarten

Das Münchener Eingewöhnungsmodell

 

Erste Phase: Die Aufnahme und Eingewöhnung vorbereiten

Zeitrahmen: Nach Platzvergabe bis zur zweiten Phase

In dieser Phase wurden Sie zu einem ersten Aufnahmegespräch eingeladen, in dem vor allem organisatorische Dinge besprochen wurden und Sie wichtige Informationen zur Eingewöhnung erhielten. Das erste Gespräch konnten Sie nutzen, um möglichst viele Fragen zur Einrichtung, Konzeption und den Abläufen zu stellen. Ebenso sollten hier Erwartungen von Ihnen und Kindergarten angesprochen werden. Natürlich können Sie auch gerne mit uns über Ängste und Sorgen im Zusammenhang mit dem Kindergartenbesuch sprechen.

Nutzen Sie die Zeit bis zum regelmäßigen Besuch des Kindergartens, um Ihr Kind auf die neue Lebenssituation vorzubereiten. Ihr Kind soll wissen, dass es bald ein Kindergartenkind ist. Wichtig ist es dem Kind zu vermitteln, dass es in der Kita willkommen ist und dass Sie hinter dem Besuch stehen.

 

Zweite Phase: Das Kennenlernen

Zeitrahmen: 4 - 5 Tage über 2 – 3 Stunden

Unterschiedliche Zeiten, damit der ganze Tagesablauf kennengelernt wird.

In dieser Phase sollen sich alle Beteiligten gegenseitig kennenlernen und Sie gewinnen Einblick in den pädagogischen Alltag. Dabei lernen Sie zusammen mit Ihrem Kind einige Räume, einige Spielmaterialien, der/die Bezugserzieher(in), das Team, einige Kinder und den Halbtagesablauf kennen.

In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie dem Kind Zeit geben. Setzen Sie sich an den Rand des Gruppengeschehens und beobachten Sie zunächst mit dem Kind die Gruppe, drängen Sie Ihr  Kind nicht, am Gruppengeschehen teilzunehmen; Kinder werden von sich aus Kontakt aufnehmen. In dieser Phase sind Sie für Ihr Kind verantwortlich und führen auch alle pflegerischen Aufgaben durch. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre ganze Aufmerksamkeit Ihrem Kind gilt. Es kann sich von Ihnen entfernen und wieder zurückkommen - in seinem ganz eigenen Tempo. Sie dürfen sich frei im Haus bewegen und unser Team und unsere gesamte Einrichtung kennenlernen.

Der/Die Erzieher(in) wird sich in dieser Phase bewusst zurückhalten und von sich aus keinen direkten Kontakt zum Kind aufnehmen, sondern auf die Initiative des Kindes warten, Blickkontakt aufnehmen und das Kind beobachten. Der/Die Erzieher(in) ist Gastgeber und Ansprechpartner für Eltern und Kind.

Damit Sie den ganzen Tagesablauf kennenlernen, sind unterschiedliche Besuchszeiten sinnvoll. Dies wird der/die Bezugserzieher(in) mit Ihnen planen und besprechen. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie diese in Ihr Eingewöhnungsheft und besprechen Sie sie im Anschluss mit dem/der Erzieher(in).

 

Dritte Phase: Sicherheit gewinnen

Zeitrahmen: 3 – 6 Tage - Regelmäßige Zeiten

Jetzt sollen Sie  und Ihr Kind die Sicherheit gewinnen, die sie brauchen, um sich voneinander zu trennen. Ein Zeichen von Sicherheit ist es, wenn Ihr Kind von sich aus Kontakt zu anderen Kindern und dem/der Erzieher(in) aufnimmt und Sicherheit im Tagesablauf gewinnt. Auch Sie als Eltern brauchen Sicherheit und Vertrauen zum/zur Erzieher(in), wenn Sie sich von  Ihrem  Kind trennen sollen.

Sie können diese Phase unterstützen, indem Sie sich immer mehr zurücknehmen und die Aktivitäten zunehmend dem/der Bezugserzieher(in) überlassen, aber selbst als sicherer Hafen für das Kind zur Verfügung stehen.

Der/Die Erzieher(in) wird nun verstärkt Kontakt zum Kind aufnehmen und täglich kurze Reflexionsgespräche mit Ihnen führen.

 

Vierte Phase: Vertrauen aufbauen

Zeitrahmen: Die erste Trennung

Das Kind hat mittlerweile eine vertrauensvolle Beziehung zum/zur Bezugserzieher(in) aufgebaut und fühlt sich in der Gruppe wohl. Sie als Eltern sollten spüren, dass das Kind gut aufgehoben ist und Sie sich zur vereinbarten Zeit von Ihrem Kind trennen können. Der Zeitpunkt der Trennung wird mit Ihnen abgesprochen.

Wichtig ist in dieser Phase die genaue Beobachtung des Kindes, denn es lässt sich anhand von seinen Verhaltensweisen erkennen, ob es bereit zur ersten Trennung ist. Beispiele für solche Verhaltensweisen sind: Das Kind zeigt Neugierverhalten und erkundet die nähere Umwelt auch ohne Eltern, versichert sich nicht mehr permanent durch Blicke, Zurücklaufen oder Rufen von der Anwesenheit der Eltern. Das Kind ist offen für Personen oder wendet sich bei Unterstützungsbedarf auch dem/der Erzieher(in) zu. Das Kind zeigt positive Gefühle, reagiert auf Aktionen, beteiligt sich, zeigt zielgerichtete Aktivitäten, usw.

Wenn Sie zusammen mit dem/der Erzieher(in) zu dem Ergebnis gekommen sind die erste Trennung zu versuchen, sprechen Sie gemeinsam ein Trennungsritual ab (bewusst verabschieden, z.B. ich gehe und komme wieder; Kuss; drücken; winken; gehen; nach besprochener Zeit wieder kommen).

Die erste Trennung sollte zwischen 45 – 60 Minuten dauern, denn das Kind muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Sie halten sich in der Zeit in der Einrichtung auf und kommen nach dem besprochenen Zeitrahmen zurück, oder wenn Sie der/die Erzieher(in) wieder holt. Danach lassen Sie das Kind die angefangene Spielsituation beenden und verabschieden sich dann gemeinsam. Die Dauer der Trennung wird nach und nach verlängert. Anfangs bleiben Sie noch in der Einrichtung, später reicht es wenn Sie telefonisch erreichbar sind.

 

Fünfte Phase: Die Eingewöhnung auswerten und abschließen

Das Kind hat den Übergang bewältigt und ist in der Rolle als Kindergartenkind angekommen. Sie reflektieren gemeinsam mit dem/der Erzieher(in) den Eingewöhnungsverlauf und wissen wie es weitergeht.

Zum Abschluss dieser Phase wird ein Abschlussgespräch stattfinden.

Wir sind für Sie da

Evangelische Kindertagesstätte Boppard

Pastorsgasse 9 c

56154 Boppard

 

Trägervertreter:

Pfarrer  Johannes Berghaus

 

Kita-Leitung

Jenna Schmitz

ständige stellv. Leitung

Sabine Bringer

Telefon

Krippe:

06742/80 15 97 1

Kindergarten:

06742/82 0 32

 

E-Mail:

kindergarten@ev-kirche-boppard.de

 

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